Apfelchutney nach einem ayurvedichen Rezept
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Ayurvedisches Apfelchutney

Mein alter Motorradkumpel Hubsie begrüßte mich freudestrahlend. „Stell dir vor, ich esse jetzt auch ayurvedisch! Ich habe mir ein Apfelchutney gekauft!“ Hubsie gehört zur der Sorte Mensch, die lieber Fleisch als Gemüse isst und alles andere sehr skeptisch beäugt. Wenn ich ihm von Ayurveda erzähle, und das könnte ich ja stundenlang, dann hat er immer ganz schnell diesen höflichen, aber halt doch gelangweilten Blick im Gesicht.

Ayurvedisches Apfelchutney

Ich kannte die Marke, von der er das Apfelchutney gekauft hat. Es wird mit viel Zwiebel, Knoblauch und Essig gekocht. Und genau diese drei Zutaten haben in einem ayurvedischen Chutney nichts zu suchen.
Zwiebeln und Knoblauch verträgt nicht jeder Mensch, sie sorgen eher für Blähungen oder Turbulenzen im Bauch. Wer wenig Ama (Stoffwechselrückstände) hat, weil er immer so schön ayurvedisch lebt, bei dem führt Knoblauch zu unangenehmer Hitze, Unruhe und Schlaflosigkeit. Davon kann ich ein Lied singen.
Essig entsteht durch Vergärung von alkoholischen Flüssigkeiten. Vergärung wird im Ayurveda als Denaturierungsprozess betrachtet. Mit einfachen und klaren Worten: Essig gilt im Ayurveda als verdorbenes Lebensmittel.

Chutney kochen geht schnell und einfach

Das Wesen eines ayurvedischen Chuntneys ist die Verbindung von süß, sauer und scharf. Es wird immer aus einer oder zwei Obstsorten gekocht und mit vielen schmackhaften Gewürzen und Zutaten kräftig angereichert.
Das Rezept für Apfelchutney ist ein Basisrezept, das du jederzeit variieren kannst.
Zu einer vollständigen ayurvedischen Mahlzeit gehört ein Chutney immer dazu.

zutaten für apfel chutney äpfel

Apfelchutney

Zutaten für 4 Personen

600 g Äpfel (gewogen vor der Verarbeitung)
2 Zitronen
1 EL Ghee oder Bio-Margarine
3 Nelken
1/2 TL Fenchelsamen
1 Sternanis
3 – 5 cm Ingwer frisch, oder 1/2 TL Ingwerpulver
1 rote Peperoni
1 Prise Kurkumapulver oder frischer Kurkuma
1 Prise Kardamom
1/2 TL Zimt
2 EL Kokosraspel
100 ml Orangensaft
1 – 3 TL Sharkara oder Rohrohrzucker

Unbeauftragte Werbung. Mit diesem ayurvedischen Zucker süße ich am liebsten mein Chutney:

Sharkara - Der Echte, Ayurvedischer Rohrzucker, Königszucker, in der indischen Sonne getrocknet und "gereift",1er Pack (1 x 500 g Dose) von Amla Natur
  • ayurvedischer Rohrzucker
  • Sharkara aus Zuckerrohr hat sehr spezielle Eigenschaften und wird vom Ayurveda am höchsten eingeschätzt
  • pH-Wert fast neutral

 

 

 

gewürze in ghee anbraten für apfel chutney

Zubereitung

Die Äpfel waschen, vierteln, Gehäuse entfernen und mit Schale in grobe Würfel schneiden. 2 Zitronen auspressen und über die Apfelwürfel gießen.
Ghee oder Bio-Margarine in einem Topf erwärmen und darin mit wenig Hitze Nelken, Sternanis, Fenchelsamen, Ingwer und Peperoni sanft anbraten.

Die Apfelwürfel und die Kokosraspel dazu geben und mit dem Orangensaft angießen.
5 Minuten unter häufigem Rühren weich dünsten. Zum Schluss mit Sharkara oder Rohrohrzucker abrunden.
Das Chutney lässt sich ganz leicht für jedes Dosha abwandeln

zitrone saft für chutney

Vata: Süß, sauer und salzig beruhigen Vata. Deshalb kannst du gerne 3 TL Sharkara oder Rohrohrzucker nehmen und viel Zitrone. Salz passt nicht zum Chutney. Aber Rosinen, Datteln oder andere Trockenfrüchte passen gut dazu.

Pitta: Süß und ölig beruhigen Pitta. Deshalb kannst du auch gerne 3 TL Sharkara oder Rohrohrzucker nehmen und auch Trockenfrüchte. Für dich eignen sich auch noch Nüsse und vor allem viel Kokosraspel oder Kokosmilch. Wenig Schärfe!

Kapha: Für dich kann es richtig scharf werden. Peperoni oder auch Chilipulver sind deine besten Freunde. Mit dem Süßen jedoch solltest du dich besser zurückhalten.

Guten Appetit und viel Freude beim Ausprobieren wünscht dir Lisa ♡

apfel chutney fertig angerichtet in schale

 

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2 Kommentare

  • Antworten
    Andrea Kaestner
    27. August 2018 um 19:51

    Liebe Lisa,
    das mit dem Essig kann ich nur bestätigen. Gar nicht gut, Histamin…
    Dieses Apfelchutney klingt ganz toll und ist ja scheinbar sehr einfach zuzubereiten, werde ich bestimmt machen. Vielen Dank für das tolle Rezept.
    Liebe Grüße
    Andrea

    • Antworten
      Lisa
      28. August 2018 um 12:24

      Oh ja, Histamin ist ja für einige Menschen auch ein großes Thema. Guter Hinweis, liebe Andrea! Danke und liebe Grüße von Lisa

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