Bratensoße ayurvegan
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Vegane Bratensoße zum Festessen

Endlich eine vegane Bratensoße! Die habe ich schon lange vermisst. Alles, was man als vegane Fertigsauce kaufen kann, hat mich nicht befriedigt. Aber ich brauche unbedingt eine vegane Bratensauce, denn mein allerliebstes Winterfestessen ist Blaukraut mit Kartoffelknödel. Aber seit ich ayurvegan esse, fehlt dazu einfach die Bratensoße. So wie damals, als ich noch Gänsebraten aß. Jetzt habe ich in meiner Ayurvedaküche getüftelt und experimentiert und dabei ist diese vegane Bratensoße herausgekommen.

Rezept für vegane Bratensoße

Ich habe jetzt schon einmal herumprobiert, um dann an Weihnachten nicht tüfteln zu müssen. Als ich heute Mittag dieses Probe-Festessen servierte, war mein lieber Paul hellauf begeistert. „Unglaublich“ lobte er fröhlich, „und ganz ohne Tierprodukte. Großartig, meine liebe Ayurveda-Fee!“. Das hat mich so sehr gefreut, dass ich dir heute dieses Rezept für eine vegane Bratensoße gerne vorstellen möchte.
Die vegane Bratensoße hat einen anderen Charakter als eine Fleischbratensoße. Aber die Diskussion, ob vegane Produkte die konventionellen imitieren sollen oder lieber etwas ganz Eigenständiges sein sollten, will ich hier nicht eröffnen. Das ist ein anderes Thema, das auf Vegan-Seiten ausgiebig diskutiert wird. Mir war wichtig, eine vegane Bratensoße zu kochen, die wirklich lecker ist und nicht allzu kompliziert ist. Ein wenig Aufwand ist schon dabei, schließlich wird hier nicht nur ein Tütchen aufgerissen.

Mit Röstaromen und Karamell

Der Trick für den ganz besonderen Geschmack besteht aus dem Karamellisieren der Trockenfrüchte und einigen ungewöhnlichen Zutaten. Typisch ayurvedisch ist, dass möglichst alle sechs Geschmacksrichtungen enthalten sind. In der veganen Bratensoße sind es:

  1. süß (Trockenfrüchte)
  2. salzig (Salz)
  3. herb (Gewürze, Johannisbeersaft)
  4. bitter (Rosmarin)
  5. sauer (Gewürze, Cranberries)
    Die sechste und letzte Geschmacksrichtung scharf ist nicht enthalten. Etwas Scharfes kannst du durch ein Gewürz, wie Ingwer, an den Rotkohl, hinzufügen.
    Die scharfen Gewürze findest du in meinem Blogbeitrag Kapha reduzierende Lebensmittel.

Wenn die vegane Bratensoße zum Star auf dem Teller wird

Heute habe ich dazu veganes Gyros gebraten. Aber du kannst ebenso gut Seitan oder Tempeh nehmen. Die Geschmacksvielfalt und die verschiedenen Texturen machen ein Menü perfekt und rund.
Den Rotkohl, oder das Blaukraut wie man in meiner bayerischen Heimat sagt, habe ich heute einmal aus dem Glas genommen, da ich mit dem Experimentieren der veganen Bratensoße so beschäftigt war. Auch die Knödel sind aus der Tüte. Das kann man alles auch selbst machen, finde ich auch viel schöner. An Weihnachten werde ich das alles von Hand machen.

Bratensauce vegan und ayurvedisch – die Trockenfrüchte

Rezept vegane Bratensoße

Für 2 Personen
Zutaten:

  • 80 g getrockene Zwetschgen (ca. 10 Stück)
  • 40 g Cranberries
  • 2 EL Ghee/Margarine*
  • 3 EL Schwarzer Johannisbeersaft**
  • 300 ml Schwarzer Johannisbeersaft**
  • 100 ml Wasser
  • 1/4 TL Galgant
  • 1/4 TL Piment
  • 1/2 TL Zimt
  • 1 Msp. Asa foetida
  • 1/2 EL gehackte Rosmarinnadeln
  • 2 flach gehäufte TL gekörnte Gemüsebrühe
  • Steinsalz am Schluss zum Abschmecken
    * für die vegane Bratensoße nimmst du Bio-Margarine
    **oder Rotwein, dann wird die Sauce nicht so süß.

Ergibt ca. 450 g Sauce.

Bratensauce vegan und ayurvedisch - das Karamellisieren

Zubereitung

Zwetschgen und Cranberries klein schneiden. In einer Pfanne mit dem 1. der 2 EL Ghee oder Margarine erhitzen und die Trockenfrüchte hineingeben. Bei mäßiger Hitze und unter häufigem Rühren die Früchte karamellisieren lassen.
Nach ca. 10 Minuten den 1. EL Saft oder Rotwein hineingießen. Vorsicht! Es wird zischen und dampfen. Evtl. noch ein bisschen mehr Saft oder Rotwein dazu geben, das hängt von den Trockenfrüchten ab.
Nun wieder ca. 5 Minuten karamellisieren und wieder mit Saft oder Rotwein ablöschen. Und dann das ganze noch ein drittes Mal wiederholen. Durch diesen Vorgang bekommt die Soße die köstlichen Röstaromen.
Mit 300 ml Saft oder Rotwein und 100 ml Wasser aufgießen.
Die Gewürze dazugeben und alles ca. 20 bis 30 Minuten einkochen lassen.
Den 2. EL Ghee/Margarine einrühren und alles im Standmixer oder mit dem Zauberstab pürieren.

Unbezahlte Werbung: Falls du keine Cranberries bekommst, kannst du sie dir von Süß und Clever nach Hause schicken lassen. Sie haben auch die getrockneten Zwetschgen, sogar schon gewürfelt.

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Bratensauce vegan und ayurvedisch

Ein Genuss für Vegetarier und Veganer

Davon habe ich immer geträumt: eine Bratensoße für Vegetarier und Veganer. Die Gewürze runden die Soße ayurvegan ab. Jetzt kann Weihnachten kommen!
Wenn es kalt und trocken ist, kannst du bei Lebensmitteln für die Vatazeit nachsehen. Ist es nasskalt, dann unterstützen dich Lebensmittel für die Kaphazeit.
Genieße die gemütliche Weihnachtszeit und lass dir deinen ayurveganen Festtagsbraten schmecken!
Festliche Grüße von Lisa

Bratensauce vegan und ayurvedisch und ein kleines Engelchen

 

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10 Kommentare

  • Antworten
    S. Kramer
    17. Januar 2017 um 15:36

    Hallo Lisa,
    ich bin dabei, meine Lebenseinstellung zu Tierprodukten zu ändern. Momentan esse ich überwiegend Vegetarisch. Ich möchte aber in Zukunft komplett auf tieriesche Produkte verzichten. Jetzt bin ich auf der suche nach guten Soßenrezepten, die ich in deinem Portal gefunden habe. Ich habe diese auch gleich selbst ausprobiert und war wirklich begeistert. Vielen Dank für das gute Rezept. Auch sind deine anderen Artikel über Ayurveda sehr interessant. Ein kleiner Tipp von mir: Ich habe vor einiger Zeit in einem Hotel in Bayern übernachtet. Dieser Betrieb hat Ayurveda Massagen und Vegane Küche. Ich finde solche Betriebe gut, da es sehr wenig Auswahl bei der Hotelsuche für Veganer gibt.

    • Antworten
      Lisa
      20. Januar 2017 um 9:12

      Vielen lieben Dank für deinen tollen Beitrag! Es freut mich, dass dir das Soßenrezept so gut gefällt. Ich bin auch immer wieder ganz begeistert und werde es gleich am Wochenende wieder kochen. Natürlich mit Blaukraut und Kartoffelknödel!
      Sonnige Grüße von Lisa

  • Antworten
    S. Kramer
    17. Februar 2017 um 16:29

    Hallo Lisa, 
    ich bin dabei, meine Lebenseinstellung zu Tierprodukten zu ändern. Momentan esse ich überwiegend Vegetarisch. Ich möchte aber in Zukunft komplett auf tieriesche Produkte verzichten. Jetzt bin ich auf der suche nach guten Soßenrezepten, die ich in deinem Portal gefunden habe. Ich habe diese auch gleich selbst ausprobiert und war wirklich begeistert. Vielen Dank für das gute Rezept. Auch sind deine anderen Artikel über Ayurveda sehr interessant. Ein kleiner Tipp von mir: Ich habe vor einiger Zeit in einem Hotel in Bayern übernachtet. Dieser Betrieb hat Ayurveda Massagen und Vegane Küche. Ich finde solche Betriebe gut, da es sehr wenig Auswahl bei der Hotelsuche für Veganer gibt. 
    (Leider war bei meinem ersten Beitrag der Link falsch. Jetzt müsste es passen!)

    • Antworten
      Lisa
      18. Februar 2017 um 20:41

      Vielen Dank für den tollen Tipp und natürlich auch für das sehr persönliche Lob. Das freut mich riesig. Herzliche Grüße von Lisa

  • Antworten
    Ela
    18. März 2018 um 14:40

    Mit dieser Sauce hat man immer ein perfektes Topping für sein Essen.
    Das schmeckt so lecker, da würde mir aber auch ein Stück Brot zum dippen reichen…

    • Antworten
      Lisa
      18. März 2018 um 20:47

      Liebe Ela,
      danke für deinen herzigen Kommentar, freut mich sehr!
      Liebe Grüße von Lisa

  • Antworten
    Sofia
    4. August 2021 um 11:35

    Ich versuche seit neustem Vegetarier zu werden, es fällt mir jetzt anfangs schon ein wenig schwer, aber Rezepte wie diese helfen mir dabei, es schmeckt wirklich gut, Danke 🙂
    LG Sofia

    • Antworten
      Lisa Fenger
      5. August 2021 um 9:25

      Liebe Sofia, vielen Dank für deinen Kommentar. Ich freue mich, dass dir das Rezept so gut gefällt, ich liebe es auch!
      Aus ayurvedischer Sicht ist es auf jeden Fall gut, wenig Fleisch zu essen. Ayurveda ist eine Lebensphilosophie, die kleine Schritte geht. Und auf keinen Fall solltest du dich quälen. Verzicht, der mit unangenehmen Gefühlen verbunden ist, führt unweigerlich zum Ausgleich und das Pendel schlägt wieder in die andere Richtung aus. Gehe kleine Schritte und reduziere deinen Fleischkonsum in kleinen Schritten. Als ich vor vielen vielen Jahren mit dem Rauchen aufhören wollte, habe ich mich bei jeder Zigarette gefragt, warum ich sie rauche. Das Bewusstwerden hat mir geholfen, dass ich eines Tages ganz von selbst aufgehört habe. Mir schmeckten die Zigaretten nicht mehr. Darüber war ich sehr verwundert. Und froh.
      Als ich aufhörte Fleisch zu essen, ging den eine Phase der Bewusstwerdung der Tierhaltung voraus. Mir wurde klar, wie grausam es ist, Tiere so zu quälen und sie dann zu töten, um sie zu essen. Auch Nutztiere aus ökologischer Haltung werden gegen ihre Natur festgehalten und getötet. Diese Gedanken gingen mir nicht mehr aus dem Kopf und so habe ich ganz von selbst aufgehört, Fleisch zu essen.
      Vielleicht können dir diese Gedanken helfen, sanft mit dir zu sein. Herzliche Grüße von Lisa

  • Antworten
    Josy
    10. Dezember 2021 um 23:55

    Hey Lisa, die Sauce habe ich zubereitet. Die schmeckt leicht bitte und natürlich sauer. Ist das so gewollt?
    Liebe Grüße

    • Antworten
      Lisa Fenger
      12. Dezember 2021 um 13:28

      Liebe Josy,
      danke für deine Frage. Ich habe sie jetzt auch noch einmal zubereitet, um ganz sicher zu sein. Nein, sie schmeckt nicht bitter. Vielleicht sind die Trockenfrüchte beim Karamellisieren zu heiß geworden? Das könnte der Grund sein, dass die Sauce bitter schmeckt. Die Säure könnte vom Galgant kommen, lasse ihn einfach weg, wenn du da empfindsam bist. Welche Flüssigkeit hast du genommen? Ich nehme gerne Rotwein und Brühe zu gleichen Teilen. Der Alkohol verfliegt durch das lange Einkochen.
      Herzliche Grüße von Lisa

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