Die Wirkung von Ghee
Alles Gesundheit

Die Wirkung von Ghee – gesund und ayurvedisch

Kennst du die Wirkung von Ghee, dem Gold des Ayurveda? Viele denken ja, dass Ghee so etwas sei wie geschmolzene Butter, also Butterschmalz. Das stimmt aber überhaupt und ganz und gar nicht! Ghee ist geklärtes Butterreinfett und hat unzählige positive Eigenschaften. Mein alter Motorradkumpel kennt Ghee schon lange, ich schenke ihm immer wieder ein Gläschen. Aber was Hubsie noch nicht kannte, waren die 12 Verwendungen von Ghee! „Was? Das soll ich mir unter die Füße schmieren?“ Ungläubigkeit und Ablehnung lagen in seinem Blick. Ich hatte ihm diesen Tipp gegeben, weil er oft nicht einschlafen kann. „Na klar, Hubsi, ein bisschen Ghee auf die Fußsohlen reiben, Baumwollsocken anziehen und ab in die Heia!“ „Spökenkiekerei“ murmelte er vor sich hin und trank kopfschüttelnd seinen Tee weiter.

Die Wirkung von Ghee ist unglaublich

Ghee gilt im Ayurveda als sattvisch und es kühlt sanft. Es stärkt und belebt den Körper, macht ihn widerstandsfähiger gegen Krankheiten und wirkt dem Alterungsprozess entgegen. Ich habe einmal in all meinen Büchern nachgesehen und zusammengetragen, was man mit Ghee alles machen kann. Die Wirkung von Ghee ist einfach ganz unglaublich vielseitig. Und Melody, meine liebe Yogalehrerin, hatte noch den tollen Tipp für aufgewärmtes Essen.

Ghee ist kein Butterschmalz!

Bei der Herstellung von Ghee wird ihm Eiweiß, Milchzucker und das Wasser entzogen. Das Allergie auslösende Kuhmilcheiweiß wird eleminiert. Deshalb ist Ghee etwas anderes als Butterschmalz. Es wird auch als Butterreinfett oder geklärte Butter bezeichnet. Es ist leicht verdaulich und wird extrem leicht vom Körper aufgenommen. Bei der Verdauung entstehen keine Stoffwechselrückstände, wie bei anderer fetter Nahrung. Aber: Ghee erhöht Kapha! Wenn du viel Kapha hast, dann verwende Ghee sparsam, darauf verzichten musst du nicht. Für Vata-Typen ist Ghee einfach nur wunderbar, es hohlt die zappeligen, luftigleichten Vata-Menschen wieder zurück auf die Erde. Und die feurigen Pittatypen werden von Ghee sanft gekühlt, das können sie gut haben, diese kleinen Löwen.

Die Wirkung von Ghee

Frisch abgefülltes Ghee, noch heiß und flüssig

Hat Ghee nun Cholesterin oder nicht?

Ich habe schon oft gehört, dass durch das Kochen der Butter auch das Cholesterin herausgelöst wird. Das ist aber leider ein Märchen. Bei der Herstellung von Ghee werden Eiweiß, Milchzucker und der größte Teil Wasser herausgekocht. Aber Ghee enthält durchaus Cholesterin, jedoch wirkt sich Ghee ganz anders auf den Körper aus, als normale tierische Fette. Bei erhöhtem Cholesterinspiegel kann Ghee zwar genossen werden, aber max. ein bis zwei Teelöffel pro Tag. Wenn du sicher sein möchtest, ob du Ghee bei erhöhtem Cholesterinspiegel nehmen kannst, dann frage bitte einen Ayurveda-Therapeutin oder -Expertin. An anderer Stelle habe ich Internet auch diese Aussage gefunden: “In einer Studie erhielten die Probanden beispielsweise 60 ml medizinisches Ghee pro Tag und erlebten damit einen sinkenden Cholesterinspiegel.” (https://bit.ly/3nkbfnn) Auf jeden Fall muss die Einnahme von Ghee bei erhöhtem Cholesterinwert ayurvedisch-therapeutisch begleitet werden.

Ghee hat jede Menge wunderbare Substanzen. Guck mal hier!

In 100 g Ghee sind durchschnittlich enthalten:

  • 264 mg Cholesterin
  • 99,5 g Fett – davon:
  • 62,65 g gesättigte Fettsäuren
  • 26,88 g einfach ungesättigte Fettsäuren
  • 2,25 g mehrfach ungesättigte Fettsäuren
  • Vitamin E 3,6 mg
  • a-Tocopherol 3,6 mg
  • Vitamin A Retinol 0,85 mg
  • Vitamin D 1,6 mg
  • Chlorid 28 mg
  • Kupfer 10 mg
  • Kalzium 6 mg
  • Kalium 3 mg
  • Lysin 18 mg
  • Magnesium 1 mg
  • Natrium 2 mg
  • Tryptophan, 3 mg
  • Tyrosin 12 mg
  • Zink 0,18 mg

Du siehst also, die Wirkung von Ghee ist so vielfältig und reich, dass man es wirklich als das Gold des Ayurveda bezeichnen kann. Ich habe ein Buch darüber entdeckt, das genau so heißt “Das Gold der Ayurveda-Medizin”. Vielleicht interessiert es dich, wenn du noch mehr über Ghee, seine Wirkweise und auch Rezepte entdecken möchtest. Ein großes Kapitel widmet sich Augenkrankheiten und die Behandlung mit Ghee. Auch diese Krankheiten werden besprochen: Schwere Ellgobenarthrose, Morbus Bechterew, Asthma bronchiale, Lumbalgie nach Bandscheiben-Operation.
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Die Wirkung von Ghee im Buch

Wenn du noch auf einer anderen Website nachlesen möchtest, dann guck doch mal hier.

12 mal: Die Wirkung von Ghee und gesund zu leben

  1. Es ist ja praktisch, große Mengen vorzukochen und dann jeden Tag davon aufzuwärmen. Aber das ist keine gute Idee. Im Ayurveda gilt aufgewärmtes Essen als ungesund. Beim Abkühlen und Herumstehen entstehen freie Radikale und wer will die schon? Ich nicht. Wenn aber vom Lieblingsessen doch einmal etwas übrig geblieben ist, dann nimm Ghee zum Aufwärmen. Es fängt die freien Radikalen, diese bösen Buben, wieder ein.
  2. Das geklärte Butterreinfett verbessert und intensiviert den Geschmack aller Speisen. Zum Dünsten und Anbraten der Gewürze ist es ideal. Gewürze entfalten ihr Aroma noch besser.
  3. Brauchst du einen ICE im Darm, damit die Vitamine schnellstmöglich zur Wirkung kommen? Dann nimm Ghee! Es ist das schnellste Transportmittel der Welt für fettlösliche Wirkstoffe, wie z.B. die Vitamine A, D, E und K.
  4. Immer schön geschmeidig bleiben – mit Ghee kein Kunststück. Das Butterreinfett hält die Gelenke geschmeidig und macht deine Haut wunderbar glatt und weich. Und auch das noch: es verbessert die Gehirnfunktion und das Gedächtnis. Also bitte schön! Noch eine positive Wirkung von Ghee.
  5. Neigst du zu Verstopfung? 1 – 2 TL zum Essen und ab geht die Luzie! Ghee ölt den Darm und lässt alles leichter durchflutschen.
  6. Wie viel Ghee solltest du nun täglich zu dir nehmen? Das kommt auf deine Konstitution an. Es beruhigt das nervöse Vata, kühlt das hitzige Pitta und vermehrt das träge Kapha. Nimm also zwischen 1 und 2 Teelöffel pro Tag zu dir. Diese Menge stärkt das Verdauungsfeuer Agni. Zuviel Ghee löscht Agni und du kannst Probleme bekommen.
  7. Bei geröteten und leicht entzündeten Augen hilft Ghee ebenfalls. Ein Stips davon vor dem Schlafengehen in beide Augen geben, das kühlt und entspannt. Wenn noch etwas am Finger ist, streiche den Rest auf die Augenlider.
  8. Oh dieser Herpes! Aber natürlich hält der Ayurveda auch hier ein einfaches Mittel parat. Ein Teelöffel geklärtes Butterreinfett mit einem halben Teelöffel Kurkuma (Gelbwurz) mischen und mit einem Wattestäbchen auftragen.
  9. Bei Akne hilft die gleiche Mischung ebenfalls. Dann solltest du die Paste allerdings nur 10 Minuten drauf lassen und danach abwaschen.
  10. Bei starkem Fieber und großer Hitze kannst die Brust mit Ghee einreiben.
  11. Ich habe gelesen, dass Ghee sogar den Cholesterinspiegel senkt, sofern du nicht mehr als 1 – 2 TL davon nimmst. Und damit trägt es zur Verminderung von Herzerkrankungen, besonders von Arteriosklerose, bei.
  12. Die letzte der Wirkung von Ghee: Auf die Fußsohlen aufgetragen, beruhigt es dich und bringt dich in einen erholsamen Schlaf.

Ghee ist goldgelb und weich

13. Ghee kühlt – auch bei Verbrennungen

Jetzt habe ich noch etwas gefunden: Wenn du dich verbrannt hast, lass auf keinen Fall Wasser darüber laufen. Schmiere die verbrannte Haut dick mit Ghee ein! Da Ghee ohnehin kühlend wirkt, beruhigt es die brennende Stelle und hilft der Haut zu heilen.

Gestern stand Hubsi bei mir vor der Tür. „Sag mal, hast du vielleicht noch was von dem Zeugs?“ Na klar hatte ich noch etwas davon. Ich habe immer einen Vorrat davon, falls mal jemand an der Tür klingelt.

Bleib mit Ghee gesund und munter und genieße die Wirkung von Ghee.
Lisa

Wie man das geklärte Butterreinfett selbst herstellt liest du hier oder du bestellst es ganz einfach im Internet.

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  • Aus kontrolliert biologischem Anbau
  • Ayurvedischer Allrounder für die Küche
  • Geschmack: neutraler, leicht süßlicher Geschmack
  • Füllmenge: 50 g

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16 Kommentare

  • Antworten
    Marion Schwenn
    28. Mai 2017 um 19:40

    Tolle Seite…
    Hallo liebe Lisa

    Ich beschäftige mich seit einiger selbst mit Ayurveda und bin beim Stöbern im Internet auf deinen Blog gestoßen und muss dir gleich ein ganz großes Lob aussprechen. Die Seiten sind der informativ und auch für den Ayurveda- Laien verständlich. Ghee z.B. benutze ich schon seit 2010 und stelle es selbst her aber was Ghee alles zur Gesunderhaltung beiträgt habe ich erstmals hier so ausführlich gelesen. Auch deine anderen Erklärungen zu Garantieren, Pitta und Kapha sind hervorragend ebenso die Erläuterungen was wem gut tut. Das wird mit Sicherheit meine Favoritenseite und gern würde ich auch deine. Newsletter bestellen.
    Für heute sende ich dir liebe Grüße, werde noch ein bisschen Stöbern und meinen Horizont erweitern. Dir wünsche ich alles Gute bis bald dein neuer Fan Marion

    • Antworten
      Lisa
      30. Mai 2017 um 12:35

      Liebe Marion, allerliebsten Dank für dein herzliches Lob. Ich bin ganz gerührt.
      Besonders freue ich mich, dass mein Blog auch für Nichtspezialisten interessant ist. Das ist nämlich genau mein Ziel. Ayurveda für ganz normale Menschen und einen ganz normalen Alltag. Viel Freude beim Lesen und Entdecken Bonn Tipps, die in deinen Alltag passen.
      Liebe Grüße von Lisa

  • Antworten
    Sabine
    5. September 2017 um 15:49

    Hallo Lisa,
    ich habe heute den Beitrag über die 12 Möglichkeiten von Ghee gelesen und bin bei Herpes hängen geblieben, weil ich selbst grad an schlimmen Herpes (besonders wässrig) am Kinn leide, kann ich die Ghee-Kurkuma-Mischung auch auf nässenden Hautstellen auftragen?

    Freu mich über ganz baldige Rückmeldung und Rat!

    Danke und liebe Grüße
    Sabine

    • Antworten
      Lisa
      18. September 2017 um 8:55

      Liebe Sabine,
      ich habe im Ayurveda nichts gegenteiliges gelesen. Probiere es aus, Ghee und Kurkuma können nicht schaden.
      Gute Besserung und herzliche Grüße von Lisa

  • Antworten
    Lisa
    28. Oktober 2017 um 17:12

    Liebe Wiebke,
    wie schön, dass die mein Blog so gut gefällt und dass du schon viele hilfreiche Tipps für dich entdecken konntest. Genau dafür schreibe ich diesen Blog.
    Da ich keine Ayurveda-Therapeutin bin, kann ich dir keinen Tipp zu Psoriasis geben. Das ist auf jeden Fall etwas für Ayurveda-Spezialisten.
    Meine erste Wahl wäre immer eine ambulante Visite in der Ayurveda Privatklinik Bad Ems.
    Falls das zeitlich oder räumlich nicht zu schaffen ist, dann schau doch mal hier nach.
    Ganz herzliche Grüße schickt dir Lisa

  • Antworten
    Lisa
    1. November 2017 um 12:38

    Gerne, liebe Wiebke! Hast du schon etwas ausprobiert mit Ghee?
    Liebe Grüße von Lisa

  • Antworten
    Pia Janning
    25. Januar 2018 um 16:11

    Wow, was für eine tolle Seite. Hab ein Rezept für Apfelchutney ohne Essig gesucht und bin hier gelandet und hängen geblieben. Es gibt hier so viele Informationen und die noch verständlich für Laien. Danke dafür. Seite ist abgespeichert und Newsletter bestellt. Hab schon Rezepte von dir in Planung.

    • Antworten
      Lisa
      26. Januar 2018 um 15:22

      Ach liebe Pia, welche Freude, deine lieben Worte zu lesen! Freu, freu, freu 🙂
      Genau das ist mein Wunsch: Ayurveda so erklären, dass man ihn auch ohne viel Vorkenntnisse anwenden kann.
      Viel Spaß beim Lesen des Blogs,
      Lisa

  • Antworten
    Conny
    23. September 2018 um 20:14

    …bin schon wieder fasziniert… Danke für die tollen Tipps!
    Kann man Ghee auch in das morgendliche Müsli mischen und wenn ja, wie viel?

    • Antworten
      Lisa
      24. September 2018 um 11:26

      1 TL Ghee in den Haferbrei ist besonders für Vata-Typen sehr vorteilhaft. Machst du denn das Müsli mit warmem Wasser? Sonst schmilzt ja das Ghee nicht.
      Liebe Grüße von Lisa

      • Antworten
        Conny
        24. September 2018 um 18:01

        …eher mit warmer Milch… ich kann es ja mal mit de Ghee probieren…
        Vielen Dank liebe Lisa. Ich bin eher der Kapha-Pitta-Typ… 🙂

        • Antworten
          Lisa
          25. September 2018 um 17:01

          Hallo Conny,
          als Kapgha-Typ solltest du natürlich mit Ghee sparsam umgehen, also ein ! TL ist dann ausreichend.
          Zum Thema Milch möchte ich dir noch einmal diesen Artikel ans Herz legen.
          Und dann empfehle ich dir noch das ayurvedische Frühstück.
          Bleibe gesund und fröhlich,
          liebe Grüße von Lisa

  • Antworten
    Anneliese Adamski
    22. August 2019 um 11:35

    ein nettes hallo ,
    ich habe heute gesehen was in der Margarine drin ist 54% Palmfett der Rest wird
    aus verschiedenen Sorten Öl mit zugegeben . So wird die gesamte Margarine hergestellt .
    Darum nehme ich keine Margarine ,sondern nur von mir selber hergestelltes Natur Jogurt
    ohne Zusätze , wie Salz oder Zucker oder Obst . Das kann man so wie man es mag selber dazu nehmen .Ja und das Ghee habe ich erst vor ein paar Tagen kernen gelernt ,was ich natürlich
    auch für uns selber machen werde und es nutzen möchte .Da es sehr viele Eigenschaften hat .Ich werde es auch zum Backen und Braten nutzen .Ich bin gespannt wie es bei uns ankommen wird . Welches Ghee ist besser das helle ,oder das was etwas länger köchelt und den Nussigen Geschmack hat Danke sehr

    • Antworten
      Lisa
      22. August 2019 um 12:40

      Hallo Anneliese,
      aus ayurvedischer Sicht ist es unerheblich, ob du das helle oder das dunklere Ghee verwendest. Aus Sicht der praktischen Hausfrau würde ich sagen, das helle! Denn wenn es nur etwas zu lange köchelt, ist es nicht mehr nussig, sondern verbrannt. Und das ist sehr ärgerlich. Das geht nämlich ganz schön schnell, wie ich aus leidvoller Erfahrung weiß. Wichtig ist nur, dass wirklich das Wasser und Eiweiß rausgekocht ist. Dann ist es auch wirkich ein “Butterreinfett”.
      Herzliche Grüße von Lisa

  • Antworten
    Doris
    7. September 2019 um 12:57

    und ab geht die luzie.:)))…ich musste so lachen über deine ausdrücke und Hubsie heisst mei schwager

    stellst du den ghee in kühlschrank oder kann er draussen bleiben auch bei 35°?

    liebe grüsse aus africa, Doris

    • Antworten
      Lisa
      7. September 2019 um 16:08

      Liebe Doris,
      ui, sogar in Afrika wird mein Blog gelesen. Wie schön, dass ich dich damit zum Lachen bringen kann. Ich finde ja immer, dass man mit Humor viel besser erklären und rüberbringen kann, als wissenschaftlich korrekt.
      Ghee kommt ja aus Indien und da friert es ja bekanntlich auch selten, außer im Himalaya. Das Besondere an Ghee ist tatsächlich, dass es keine Kühlung braucht. Voraussetzung ist allerdings, dass das Gefäß vorher sehr heiß ausgespült wurde und möglichst keimfrei ist.
      Sonnige Grüße nach Afrika schickt dir Lisa

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